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Goldpreis aktuell

Realtime Goldkurse & Charts - Kommentare zum Finanzmarkt und Goldpreisentwicklung

Sonderangebot der Woche: Gold

Der Goldpreis, gemessen in Euro, ist in der vergangenen Woche um 4 % gefallen. Portugal hat seine Staatsanleihen erfolgreich platziert. Japan und China sorgten für eine mehrfache Überzeichnung der Platzierung. Der aufkeimende Optimismus sorgte dafür, dass die Vorbehalte gegen den Euro vorerst ruhig gestellt wurden. Somit konnte der Euro vergangene Woche kräftig zulegen. Gegenüber dem US-Dollar bedeutete dies einen Anstieg um 3,6 %. Und das, obwohl gleichzeitig in den USA dem Außenwert des US-Dollar mehr Bedeutung zugeschrieben wird. Schließlich gehen die Republikaner mit aller Macht das ausgeuferte Haushaltsdefizit an, was gleichzeitig zu einer Stabilisierung des US-Dollars führt. Kein Wunder also, dass der Goldpreis in dieser Woche nachgab.

Euro und US-Dollar haben sich gefestigt, die Krisenwährung Gold ist vor diesem Hintergrund weniger gefragt. Ein Preisrückgang um 4 % in nur einer Woche ist der größte Einbruch seit langem. Allerdings hat der Euro gegenüber dem US-Dollar gleichzeitig um 3,6 % zulegen können. So beträgt der Goldpreisrückgang in der Vorwoche gemessen in US-Dollar nur marginale 0,4 %. Ich kann dies nicht als internationales Zeichen dafür sehen, dass wieder mehr Vertrauen in die Papierwährungen besteht. Im Gegenteil, das Gold notiert nahe seiner Allzeithochs. Noch nie war Gold so gefragt wie heute. Daher sehe ich den Preisrückgang aufgrund des Wechselkurses als Gelegenheit für diejenigen, die noch Gold kaufen wollen. China und Indien werden nicht aufhören, Gold zu kaufen, nur weil Europa und die USA vielleicht ihre Währungen irgendwann einmal in den Griff bekommen. Nein, der Goldbulle ist noch am Leben und der Goldpreisrückgang ist in meinen Augen eine willkommene Einstiegsgelegenheit.

China hebt den Zins um 0,5% an

Am Donnerstag gab China bekannt, den Mindestreservesatz um 0,5% anzuheben. Das Guthaben, welches Banken bei der Zentralnotenbank zinslos zu unterhalten verpflichtet sind, bezeichnet man als Mindestreservesatz. Dieses Geld kann nicht verliehen werden. Die Festsetzung dient zur Regulierung der Geldmenge. Ein Schritt, der in den vergangenen Monaten geeignet war, Panik, Angst und Schrecken an den internationalen Börsen auszulösen. Schließlich wäre ein Abwürgen der Wirtschaft in China das Ende für den weltweiten Konjunkturaufschwung. Diesmal wurde diese Meldung allerdings bestenfalls mit einem Schulterzucken quittiert. Merkwürdig, oder? Hat man sich daran gewöhnt, dass China den Zins immer weiter in die Höhe schraubt? Oder ist etwa plötzlich weltweit das Vertrauen in die chinesische Geldpolitik gewachsen?

Ich denke es gibt einen anderen Grund wenngleich ich China eine Geldpolitik zutraue, mit der eine Überhitzung der heimischen Wirtschaft und gleichzeitig ein Konjunktureinbruch vermieden werden kann. Die jüngste Zinsanhebung wurde m. M. n. aus einem anderen Grund nicht wahrgenommen: An den Börsen herrscht Kauflaune! Ich habe den Eindruck, dass viele Anleger nun endlich an den Konjunkturaufschwung glauben und nach Einstiegsmöglichkeiten bei Wachstumsaktien suchen. Da war ein noch so kleiner Rücksetzer durch die chinesische Zinsanhebung nichts weiter als eine willkommene Einstiegsgelegenheit, die umgehend wahrgenommen wurde.

Börsen vor Korrektur ?

Ich denke, dass die Rallye in die zweite Runde geht: Die Stimmung, insbesondere bei den Privatanlegern, hat sich zunehmend verbessert. Und das ist viel stärker in den USA der Fall, wo der Dow Jones seit Ende November mit wenigen Ausnahmen täglich ein wenig höher steigt. Meldungen, die noch vor wenigen Monaten zu einem Ausverkauf geführt hätten, werden heute zum Kaufen genutzt. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass wir uns in einem Bullenmarkt befinden. Ein Bullenmarkt, der in meinen Augen das Jahr 2011 über anhalten wird.

Sollten wir daher vorsichtig vor einem Rücksetzer werden? Oder erwartungsfroh ? Nun, die nächste kleine Korrektur kommt sicherlich. Ich denke jedoch, dass man diesbezüglich keine Angst haben muss. Das Kurspotential an den Finanzmärkten ist m. M. n. in diesem Jahr eher gigantisch als zu knapp bemessen.

Daher meine Empfehlung: Alles halten und bei kleinen Korrekturen nicht schwach werden.

Und dann war da noch …

17% beträgt das Kursplus im DAX für das Jahr 2010. Immerhin um 12% konnte der Dow Jones zulegen. Merrill Lynch hat eine Untersuchung vorgenommen, der zufolge im Jahr 2010 nur 32% der Fondsmanager von Wachstumsfonds ihren jeweiligen Vergleichsindex schlagen konnten. Bei fundamental orientierten Fondsmanagern lagen nur 18% besser als ihr Vergleichsindex und bei den breit aufgestellten Fonds gelang dies nur 12% der Fondsmanager. Interessant. Drei von vier Fondsmanagern verdienen also teures Geld, wären aber leicht durch einen Indexfonds zu ersetzen!

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Börsenjahr 2011