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Chartanalyse Dow Jones

Prognose zur Entwicklung des Dow Jones

Dow Jones aktuell 12.162 Punkte (07.02.2011)

Während der DAX wichtige Widerstände derzeit noch vor sich hat, konnte der Dow Jones mit dem Sprung über die 12.000 Punkte Anfang Februar bereits seine wichtigste Hürde nehmen. Der Weg ist nun bis 12.500 Punkte frei. Mit einem Monatsplus von 2,7 % zeigt auch der Dow Jones nach wie vor ein bullisches Bild.

Allerdings ist bei einer langfristigen Betrachtung die 12.000er Marke immer wieder eine schwer zu nehmende Hürde gewesen: Im Jahr 2000 bis 2002 scheiterte die Internetblase an dieser Marke, im Jahr 2007 läutete die Überwindung die Überhitzung an den Börsen ein, mit anschließender Finanz- und Immobilienkrise.

Eine anhaltende Rallye stellt kurzfristig eine Überhitzungsgefahr dar. Dies würde sich meines Erachtens im Frühjahr rächen.


Dow Jones aktuell 11.787 Punkte (17.01.2011)

Mit einem Monatsplus von 5,2% lief der Dow Jones im Dezember 2010 um etwa 2 Prozentpunkte besser als der DAX. Das entspricht in etwa der Wechselkursbewegung, da der US-Dollar im Dezember um 2,4% nachgegeben hat. Dies ist ein weiterer Hinweis darauf, dass Deutschland seine relative Stärke im Jahr 2010 unter anderem aus dem schwachen Euro gezogen hat. So beträgt das Jahresplus des Dow Jones auch "nur" 11%, die Amerikaner haben Rekorddefizite und dennoch ist der US-Dollar nicht schwach genug, um die Wirtschaft weiter anzukurbeln. Oder, wie es im Jahr 2010 oft beschrieben wurde: Die Europäer waren bei der Abwertung der eigenen Währung noch erfolgreicher als die Amerikaner. Doch der Abwertungswettlauf kann nicht ewig weiterlaufen, irgendwann wird Bilanz gezogen. Ich denke, dass dies bereits im Jahr 2011 der Fall sein wird. Und da sind die Amerikaner erfahrungsgemäß radikaler als die Europäer. Durch die gewonnene Stärke der Republikaner wird Obama das Defizit drastisch senken müssen. Und das wird den US-Dollar auf der einen Seite stützen, auf der anderen Seite Vertrauen in das US-Wirtschaftssystem fördern.

Die USA haben in den vergangenen Jahren international viel Vertrauen verspielt. Das ausufernde Defizit hat internationale Anleger gezwungen, alternative Anlagemöglichkeiten aufzusuchen. Dieser Trend wird meines Erachtens im Jahr 2011 teilweise gestoppt werden, so dass trotz eines starken US-Dollars, der die Exporte schwächt, viel Investmentkapital in die USA fließen und die Aktienbörse stützen wird.

Aktuell notiert der Dow Jones knapp unter seinen Höchstständen aus der DotCom-Blase 2000 (11.908 Punkte), eine Marke, die sich auch im Rahmen der Finanzkrise 2006-2008 mehrfach als markant erwiesen hat. So ist kaum mit einem reibungslosen Überspringen dieser Marke zu rechnen. Vielmehr hat der Dow Jones nun meines Erachtens einen Anspruch auf eine Konsolidierungsphase. Bis 11.450 würde ich Bewegungen im Dow Jones als Seitwärtsbewegung bezeichnen. Eine kräftige Unterstützung gibt es bei 11.000 bis 11.250 Punkten. Eine Korrektur bis 10.750 Punkten (200-Tagesdurchschnitt) würde den mittel- und langfristigen Aufwärtstrend nicht in Frage stellen. Ein baldiges Überspringen der 11.908 Punkte wäre in meinen Augen verfrüht.